Herzlich willkommen!
Das studentische Kino Gegenlicht bietet dir jeden Mittwoch unterhaltsames Kino der besonderen Art. Die Veranstaltungen finden in der Aula (Gebäude A11, siehe Lageplan) statt, der Eintritt beträgt meist 3 Euro – auch für Nichtstudenten. Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Programm Sommersemester 2013
- Mittwoch, 03.04.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Holy Motors
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Holy Motors
von Leos Carax, Frankreich 2012, 115 min
mit Denis Lavant, Edith Scob, Eva Mendes, Kylie Minogue
Monsieur Oscar lebt viele Leben. Das ist sein Beruf. Sein Arbeitsplatz ist unter anderem eine Limousine, in welcher er sich für seine unterschiedlichen Tätigkeiten vorbereitet. So bedarf es zum Beispiel eigenes an Make-Up und Kostüm, um ihn für die Rolle des „Monsieur Merde“, ein Kobold aus der Pariser Kanalisation, in Form zu bringen. Sein Auftrag in dieser Gestalt ist, den Friedhof „Pére Lachaise“ bedenklich grob zu durchforsten, um das Fotomodel Kay M. während eines Shootings zu entführen. In weiteren Aufträgen arbeitet er als Auftragsmörder, Vater einer Tochter im Teenage-Alter, Bettlerin und Akkordeon-Spieler. Monsieur Oscars Aufträge stehen in keinem Zusammenhang und finden ihr jeweiliges Ende im Fond der Limousine. Durch kurzweilige Gespräche mit seiner Chauffeurin Céline, gelangt Monsieur Oscars eigener Charakter in den Fokus, doch zu schnell beginnt ein neuer Auftrag für ihn und die Ruhe und Entspannung der Arbeitspause findet ein jähes Ende.
„Holy Motors ist ein ungebändigtes Monster, reich an Eindrücken, Erzähltönen und Bedeutungsebenen. Viele davon lassen sich gar nicht angemessen beschreiben, sondern müssen erfahren werden. Und das ist für einen Film schließlich eines der schönsten Komplimente, die man ihm machen kann: dass ihm Bilder gelingen, die sich mit den Mitteln der Sprache nicht mehr greifen lassen.“ (Michael Kienzl, www.critic.de)
Nach dem Erfolg mit Pola X und einigen Kurzfilmproduktionen, erntete Leos Carax mit seiner Produktion eine Nominierung bei den 65. Filmfestspielen in Cannes. Er arbeitet in diesem Werk unter anderem mit internationalen Schauspieler_innen, ließ seine Hauptrolle aber von seinem Stammschauspieler Denis Lavant verkörpern.
Vorfilm:
Nonstop
von Kari Paljakka, Finnland 1987, 19 min - Mittwoch, 10.04.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Blank City
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Blank City
von Celine Danhier, USA 2010, 94 min, OmU
mit Interviews von Jim Jarmusch, John Waters, Amos Poe, Lydia Lunch
New York ist „in“. Die Weltstadt ist Standort für Wirtschaft und Kultur gleichermaßen. Sie ist aufgeräumt und wohl bedacht in Bezirke eingeteilt. Ihr Hotspot Manhattan ist Mittelpunkt der Film- und Modeindustrie. Die Stadt ist im Fokus der Welt. Wer New York aus Filmen wie Taxi Driver und Permanent Vacation kennt, weiß jedoch gut, dass treffende Schlagworte für das New York der 70er und 80er Jahre Kriminalität, Drogenhandel und Armut sind. Es galt als Abschiebeort für Immigrant_innen und Mittellose.
In der Dokumentation von Celine Danhier wird der Fokus auf die „No-Wave”-Bewegung gelegt. Sie spielte sich zwar in New York ab, hatte aber internationale Auswirkungen. Musiker_innen wie Ramones, Pattie Smith, Blondie und The Velvet Underground prägten den Sound und Andy Warhol sowie John Cassavetes waren der Kompass in Bezug auf Film. Die „No-Wave”-Bewegung kehrte der etablierten Kultur ihrer Epoche den Rücken und ebnete den Weg des Independent-Films sowie Künstler_innen mit heutigem Kultstatus. Jim Jarmusch, John Waters und The Talking Heads sind geniale Resultate dieses gesamtkünstlerisch beeinflussenden Abschnitts.
Vorfilm:
Wo geht’s nach Painful City?
von Lasse Spang Olsen, Dänemark 1992, 7 min - Mittwoch, 17.04.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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M — Eine Stadt sucht einen Mörder
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M — Eine Stadt sucht einen Mörder
von Fritz Lang, Deutschland 1931, 110 min
mit Otto Wernicke, Peter Lorre, Ellen Widmann, Theodor Loos
Auf dem Weg von der Schule nach Hause wird die kleine Elsie Beckmann von einem unbekannten Mann entführt und ermordet. Sie ist eines der Kinder, welches im Berlin der 30er Jahre Opfer eines Serienmörders wird. Die Polizei ist in äußerster Alarmbereitschaft und versucht unter anderem durch Razzien in Schankbetrieben den Mörder zu fassen. Wegen der vermehrten Kontrolle fühlt sich die kriminelle „Unterwelt“ in ihren Geschäften gestört. Auch wollen sie nicht mit den Taten des Mörders in Verbindung gebracht werden. Somit versucht ein ausgewählter Kreis von Ganoven ebenfalls auf die Spur des Mörders zu gelangen.
Mit seinen Stummfilmen Dr. Mabuse, Der Spieler, Die Nibelungen und Metropolis erlangte Regisseur Fritz Lang internationale Bekanntheit. M — Eine Stadt sucht einen Mörder ist Langs erster Tonfilm und wird häufig als handwerklicher Höhepunkt seiner Karriere bezeichnet.
Durch den Nationalsozialismus zur Flucht angetrieben, gelangte Lang erst nach Frankreich, um später in die USA zu emigrieren. Er produzierte in Hollywood und Mitte der 50er Jahre auch wieder in Europa Filme.
Vorfilm:
A Game With No Rules
von Scott Reynolds, Neuseeland 1994, 17 min - Mittwoch, 24.04.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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La Yuma
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La Yuma
von Florence Jaugey, Nicaragua 2009, 90 min, OmU
mit Alma Blanco, Rigoberto Mayorga, Gabriel Benavides
Yuma lebt in Managua, Nicaragua. In ihrem Viertel herrscht Armut, Brutalität und Prostitution. Zudem sind Yuma und ihre Geschwister väterlicher Gewalt und mütterlicher Lieblosigkeit ausgesetzt. Yumas Weg, diesem Elend zu entkommen, ist der Boxsport. Mit eisernem Willen und Ausdauer, trainiert vom ehemaligen Box-Champion Polvorita, kämpft Yuma gegen ihr Schicksal, welches ihr oftmals bittere Hiebe entgegenbringt. Ihre straffälligen Geschwister und die Verehrung vom Bandenführer Culebra involvieren sie stets in einen Teufelskreis der Realität. Doch Yuma weiß sich zu wehren. Unterstützt wird sie von der Liebe zu Ernesto.
Unverschnörkelt und fast dokumentarisch wird Yumas Leben und die allgemeine Lebenssituation in Managua dargestellt. In ihrem Spielfilmdebüt zeichnet die Regisseurin und Drehbuchautorin Florence Jaugey das eindrucksvolle Porträt einer Kämpfernatur, die den Widrigkeiten ihres Umfelds mit unbeugsamer Entschlossenheit begegnet. Durchsetzungsfähig wie in ihrem rauen Umfeld zeigt sich Yuma auch in sportlichem Terrain. Aus der schäbigen Trainingshalle tänzelt sie sich nach oben und die Liebe zu dem gebildeten Studenten Ernesto weckt die sanfte Seite der abweisenden Heldin.
Vorfilm:
Jamila
von Ingeborg Jansen, Niederlande 2005, 14 min - Mittwoch, 08.05.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Audre Lorde — The Berlin Years 1984 to 1992
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Audre Lorde — The Berlin Years 1984 to 1992
von Dagmar Schultz, Deutschland 2012, 79 min
„Audre Lordes prägnante, leidenschaftliche und immer brilliante Texte und Vorträge definierten und inspirierten in den 1970ern und 1980ern feministische, lesbische, Afro-Amerikanische und ‚women of color Bewegungen’ in den USA, sowie weltweit. Audre Lorde — the berlin years 1984 to 1992 dokumentiert ein bisher unbekanntes Kapitel aus Lordes Leben: ihren Einfluss auf die politische und kulturelle Szene in Deutschland in einem Jahrzehnt tiefen sozialen Wandels. Der Film hebt die Wichtigkeit von Audre Lordes Werk hervor, durch das Afro-deutsche dazu ermutigt wurden, in einer Gesellschaft auf sich aufmerksam zu machen, in der sie bis dahin isoliert und schweigend gelebt hatten und in der sie weder einen Raum noch einen Namen für sich selbst besaßen.
Er berichtet darüber, wie Lorde sowohl die Afro-deutschen Frauen darin bestärkt; zu schreiben und zu publizieren, als auch die weißen deutschen Frauen dazu herausforderte, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen. Bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und aktuelle Interviews verdeutlichen den fortwährenden Einfluss von Lordes Werk, Ideen und Persönlichkeit. Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, als auch in ihr Ziel, dass Afro-Deutsche sich gegenseitig erkennen und verbinden. 2012 ist das zwanzigste Todesjahr von Audre Lorde.” (www.audrelorde-the-berlinyears.com)
Weitere Informationen sind unter www.audrelorde-theberlinyears.com zu finden.
Vorfilm:
Lois
von Alexandra Schepisi, Australien 2012, 8 min - Mittwoch, 15.05.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Überraschungsfilm
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Überraschungsfilm
Wir überraschten bereits mit La Antena, einem argentinischen Film, Micropolis, in dem Millionen Termiten die Hauptrolle spielten und The Cove, dem Dokumentarfilm über den Massenmord an Delfinen. Im letzten Sommersemester war es Ausser Atem, ein Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague. Lass dich auch dieses Mal wieder überraschen und besuche unseren Überraschungsfilm am 15. Mai. Dabei bestimmst du den Eintritt, indem du nach dem Film entscheidest, wieviel dir dieser wert ist.
Vorfilm:
Überrascungsvorfilm - Mittwoch, 22.05.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Faustrecht der Freiheit
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Faustrecht der Freiheit
von Rainer Werner Fassbinder, Deutschland 1975, 123 min
mit Rainer Werner Fassbinder, Peter Chatel, Karlheinz Böhm, Adrian Hoven
Ein Lotteriegewinn. 500.000 Mark stehen dem jungen Schausteller Franz zu. Seitdem sein Lebensgefährte und Arbeitgeber Klaus im Gefängnis sitzt, ist er allein und arbeitslos. Der plötzliche Geldsegen ermöglicht Franz einen neuen Lebensstil und die Bekanntschaft zu dem Unternehmersohn Eugen. Dessen Familienfirma steht vor dem Bankrott und somit ist der gutgläubige und finanziell besser gestellte Franz ein optimaler Investor im beruflichen und privaten Sinne. Eugen vermittelt Franz dafür angemessene Umgangsformen und führt ihn in die Münchner Oberschicht ein. Die Beziehung bleibt jedoch nicht ohne Konflikte. Franz mokiert sich über die fehlende „Klasse“ von Eugen und bezieht sich damit auf Franz’ proletarische Sozialisierung. Allmählich verliert Franz den Bezug zu seiner Herkunft. Jedoch fällt es ihm schwer in der „besseren Gesellschaft“ Fuß zu fassen. Als im klar wird, dass er sein gesamtes Geld für andere Leute ausgegeben hat, ist es jedoch bereits zu spät.
Rainer Werner Fassbinders Werk Faustrecht der Freiheit ist geprägt durch sein Vorbild Douglas Sirk und dessen Werk Imitation of Life. Es zeigt auf, dass Liebe nicht die Brücke zum Ausbruch aus gewohnten gesellschaftlichen Verhältnissen sein kann. Im Gegensatz zu Sirks Melodrama, spielt Fassbinders Film im homosexuellen Millieu, was sich jedoch nicht auf den Inhalt auswirkt. „Aber hier wird die Homosexualität als etwas ganz Normales gezeigt, und das Problem ist etwas ganz anderes, nämlich eine Liebesgeschichte, wo einer die Liebe des anderen ausnutzt, und das ist eigentlich die Geschichte, die ich immer erzähle.“ (Rainer Werner Fassbinder)
Vorfilm:
Eau de la Vie
von Simon Baré, Neuseeland 1993, 13 min - Mittwoch, 29.05.2013, 20 Uhr • BIS-Saal • Eintritt 3 Euro
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Die Kinder des Jaguars
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Die Kinder des Jaguars
von Eriberto Gualinga, Mariano Machain und David Whitbourn Ecuador 2012, OmU, 28 min
Der Film ist eine Koproduktion von den Sarayaku, einer indigenen Gemeinde im ecuadorianischen Amazonasgebiet und Amnesty International. Er zeigt den Kampf der Sarayaku für ihre Rechte. Die Regierung Ecuadors hatte einem argentinischen Erdölunternehmen 2002 Konzessionsrechte eingeräumt, ohne die Sarayaku vorher zu konsultieren. Nach massiven Protesten durch die Sarayaku verließ das Unternehmen das Land, die Sarayaku führten einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die Regierung Ecuadors, da sie ihre Rechte verletzt sahen. >In Kooperation
mit
Amnesty International OL< Dies bestätigte 2012 der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte mit seinem Urteil — demnach hat der ecuadorianische Staat das Recht der Indigenen auf vorherige Konsultation, auf Gemeindeeigentum und kulturelle Identität verletzt. Auch habe er das Leben und die körperliche Unversehrtheit der Sarayaku gefährdet, da das Unternehmen 1,4 Tonnen Sprengstoffe auf ihrem Gebiet hinterlassen habe. Ecuador wurde zur Leistung einer Entschädigungszahlung und der Durchführung verschiedener Maßnahmen verurteilt, darunter die Beseitigung der Sprengstoffe.Amnesty International möchte eine weltweite Öffentlichkeit zur Unterstützung der Sarayaku schaffen, so dass die ecuadorianische Regierung das Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte adäquat umsetzt.
Die Amnesty International Gruppe Oldenburg wird an diesen Abend über die Lage der Menschenrechte in Ecuador und die Arbeit von Amnesty Interna- tional informieren und Aktionsmöglichkeiten anbieten.
Vorfilm:
Balance
von Christoph u. Wolfgang Lauenstein, D 1989, 7 min - Mittwoch, 05.06.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Die Strategie der Schnecke
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Die Strategie der Schnecke
von Sergio Cabrera, IT-FR-CO 1993, 116 min, OmU
mit Fausto Cabrera, Frank Ramìrez, Florina Lemaitre, Victor Mallarino
„Ein altes Mietshaus in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten, die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der „Casa Uribe” lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero; ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle besitzen keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann: Die Strategie der Schnecke.” (www.kairos-film.de)
Ein Film mit umwerfendem Witz und lateinamerikanischen Charme. „Die strategie Der scHnecke ist populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert.” (TIP)
Vorfilm:
Olgastrasse 18
von Jörg Rambaum u. Liv Scharbatke, Deutschland 2011, 4 min - Mittwoch, 12.06.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Pulp Fiction
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Pulp Fiction
von Quentin Tarantino, USA 1994, 154 min, OmU
mit John Travolta, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, Uma Thurman
In diesem preisgekrönten Episodenfilm verstricken sich die grenzwertigen Schicksale siebener Menschen, für welche Geld, Drogen und Burger eine hohe Priorität haben. Die Auftragskiller Vincent Vega und Jules Winnfield gehen für einen Koffer über Leichen, ihr Boss Marsellus Wallace besticht den Preisboxer Butch Coolidge, dessen Ehre und die goldene Uhr seines Vaters jedoch wichtiger sind. Ganoven-Ehefrau Mia gerät mit Vincents Drogen an ihre Grenzen und Ringo & Yolanda versuchen mit dem Überfall eines Schnellrestaurants ihr Glück.
Diese grobe Skizze birgt eine blutige Komplexität in sich, die im Stil von Tarantino enorm überzeichnet ist, sich jedoch durch die genial umgesetzte Darstellung klischeehafter Figuren der Trivialliteratur einen Platz der beliebtesten Filme in der Geschichte des Independent-Films sichert.
Wir haben uns dieses Semester dem Abspielring der deutshen Unikions angeschlossen und zeigen in diesem Zusammenhang, wie alle zugehörigen Kinos, Pulp Fiction
Vorfilm:
Friß, Vogel, oder stirb
von Jim Lacy und Daniel Haude, Deutschland 1998, 3 min - Freitag, 14.06.2013, 20 Uhr • Wiese zw. A7/A10 • Eintritt 5 Euro
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Django Unchained
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Django Unchained
von Quentin Tarantino, USA 2012, 165 min, OmU
mit Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson
Im Mittelpunkt von Tarantinos filmischer Anlehnung an den „Italo-Western“ steht Django, ein Sklave vor den Zeiten des Bürgerkriegs, dessen Frau Broom- hilda verkauft und verschleppt wird. Django erhält durch den ehemaligen Zahnarzt aus Düsseldorf Dr. King Schultz die Chance frei zu kommen. Dieser bestreitet als Kopfgeldjäger seinen Lebensunterhalt und zieht Django auf seine Seite, damit er von der Unterstützung zur Identifikation von steckbrieflich gesuchten Verbrechern profitieren kann. Dr. King Schultz bildet Django zum Kopfgeldjäger aus und gemeinsam vergießen sie gegen Bezahlung einiges an verbrecherischem Blut. Im Verlauf des Films erfahren beide, dass Broomhilda auf der Plantage „Candyland“ von Calvin Candie arbeitet. Durch einen hinterhältigen Sklavenkauf gelangen sie in Kontakt mit Calvin Candie und in sein Anwesen, doch haben sie das Misstrauen von Candies Haussklaven Stephen.
>Open-Air<Tarantinos Filme reizen durch ihre genial musikalisch untermalten Spannungs- und Aktionszenen. Seine Art der Regie lebt dadurch, überspitzt und klischeehaft zu sein. Bereits in früheren Filmen benutzte er Elemente des „Italo-Western“ und konnte mit seiner aktuellen Produktion vollends dem Genre frönen. Auch nutzte er die Plattform des Films, um die unverfrorene Sturrheit der Amerikaner_innen, die Unterdrückung von Afroamerikanern_innen in der Geschichte der Vereinigten Staaten Amerikas nicht aufzuarbeiten, zu kritisieren. Tarantino schätzt an Deutschland sehr, dass sich das Land auch filmisch mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt.
Open Air auf der Wiese zwischen A7 und A10. Einlass ab 21 Uhr, Filmstart bei ausreichender Dunkelheit. Bitte Decken, Matten, Luftmatratzen etc. mitbringen. Bei schlechtem Wetter zeigen wir den Film in der Aula.
Vorfilm:
Hessi James
von Johannes Weiland, Deutschland 2000, 6 min - Mittwoch, 19.06.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Im Laufe der Zeit
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Im Laufe der Zeit
von Wim Wenders, Deutschland 1976, 175 min
mit Rüdiger Vogler, Hanns Zischler
Der ungebundene Reparateur für Filmprojektoren Bruno, ist mit seinem umgebauten Möbelwagen entlang der DDR-Grenze im Auftrag von kleinen Dorfkinos unterwegs. Durch einen Zufall wird er Zeuge eines Unfalls, der sich später als Suizidversuch herausstellen soll. Robert Lander versuchte sich in seinem VW-Käfer in der Elbe zu versenken, scheitert aber. Dafür trifft er auf Bruno und gemeinsam treten sie eine Reise an, die mitunter eine Aufarbeitung ihrer beider Vergangenheiten ist. Robert nimmt wieder Kontakt zu seinem Vater auf und Bruno möchte mit seiner Kindheit ins Reine kommen.
„Wim Wenders’ Film vereint die bestechende Klarheit und epische Gelassenheit eines klassischen Bildungsromans mit den mythischen Qualitäten amerikanischer Genrefilme. Weit hinausgehend über die behutsam entwickelte Geschichte einer Männerfreundschaft, zieht der Film eine Bilanz der Welterfahrungsmöglichkeiten Mitte der 70er Jahre und entwirft neue und eigenständige Visionen von Traditionsverlust und Entfremdung. Unaufdring- lich formuliert er die Notwendigkeit von Veränderung und erprobt Möglichkeiten des Neubeginns — in einem handwerklich perfekten Inszenierungsstil, der Raum läßt für die Entfaltung der Figuren, Gedanken und Landschaften.“ (Lexikon des Internationalen Films)
Vorfilm:
Szalontüdö — Kutteln mit Zwiebeln
von Márton Szirmai, Ungarn 2006, 7 min - Mittwoch, 26.06.2013, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Thank You For Smoking
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Thank You For Smoking
von Jason Reitman, USA 2005, 92 min
mit Aaron Eckhart, William H. Macy, J.K. Simmons, Robert Duvall
Nick Naylor ist Lobbyist der Tabakfirmen und Pressesprecher für ein Forschungszentrum, das von der Tabakindustrie finanziert wird. Es ist seine Aufgabe, sie in der Öffentlichkeit gut dastehen zu lassen. Zu seinem Arbeitsalltag gehört sowohl das Treffen mit Filmproduzent_innen, um über Produkt-Placement zu sprechen, Bestechungsversuche und das Treffen zum Mittagessen mit Lobbyist_innen der Alkohol- und Waffenindustrie. Bei solchen Mittagessen werden beispielsweise Strategien ausgetauscht und Ergebnisse verglichen. Die Situation läuft aus dem Ruder, als ein enthüllender Zeitungsartikel über Naylor und seine Methoden veröffentlicht wird, und er während eines TV-Duells mit seinem größten Gegenspieler öffentlich eine Todesdrohung erhält.
Thank you for Smoking ist das Spielfilmdebüt von Jason Reitman (Juno, Up in the Air) und er erhielt für diesen Film den NBR-Award 2006 für das Beste Regie-Debüt.
Vorfilm:
25 Wege das Rauchen aufzugeben
von Bill Plympton, USA 1989, 5 min - Mittwoch, 03.07.2013, 20 Uhr • Wiese zw. A7/A10 • Eintritt 5 Euro
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Oh Boy
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Oh Boy
von Jan Ole Gerster, Deutschland 2012, 83 min
mit Tom Schilling, Friederike Kempter, Ulrich Noethen, Michael Gwisdek
Der Endzwanziger Nico hat vor zwei Jahren sein Studium abgebrochen und lebt seitdem orientierungslos in den Tag hinein. Sein einzig erklärtes Ziel scheint eine klassisch zubereitete gute Tasse Kaffee zu sein, nach die er sich während des ganzen Films auf die Suche macht. Die Kamera begleitet Nico einen Tag lang, in dessen Verlauf einschneidende Ereignisse geschehen und er skurrile Begegnungen mit Mitmenschen macht, die ihn zum Nachdenken anregen. Derweil stolpern die Filmzuschauer_innen ähnlich wie Nico als passive Beobachter_innen von einer Episode zur nächsten.
Der in schwarz-weiß gedrehte und mit humorvollen Dialogen und Situ- ationskomik gespickte Debütfilm von Jan Ole Gerster sorgte sowohl auf dem Oldenburger Filmfest wie auch auf anderen Filmfestivals z.B. in Tallin und Angers für Begeisterung und gewann bereits viele Filmpreise. In der Rolle des sympathischen Antihelden brilliert Tom Schilling, der ebenfalls schon mit Auszeichnungen für seine verhaltene und dennoch sehr präsente Darstellung bedacht wurde.
„Es stimmt alles: von der schwäbischen Latte-Machiato Verkäuferin über den verbitterten Off-Theater Regisseur bis zum exzellenten Schilling. Voller urkomischer Dialoge und poetischer Momentaufnahmen der urbanen Lebenswirklichkeit.“ (Wiebke Toebelmann, Hörzu)
„Jan-Ole Gerster hat ein Talent dafür, Situationen zu erfinden, in denen er sein Gefühl dafür, was Berlin heute ausmacht, ins Komische drehen kann.“ (Wilfried Heppen, Die Tageszeitung)
Vorfilm:
Flatsch
von Thomas Oberlies u. Helge Weichmann, D 2000, 3 min
Lageplan
Die Nutzung des Parkhauses können wir nicht empfehlen, da das Ende unserer Vorstellungen häufig nach der Schließung des Parkhauses liegt.
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Gegenlicht c/o AStA der Universität Oldenburg
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