Herzlich willkommen!
Das studentische Kino Gegenlicht bietet dir jeden Mittwochabend unterhaltsames Kino der besonderen Art. Die Veranstaltungen finden in der Aula (Gebäude A11, siehe Lageplan) statt, der Eintritt beträgt meist 3 Euro – auch für Nichtstudenten. Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Programm Sommersemester 2009
- Mittwoch, 08.04.2009, 20 Uhr
- Once (OmU) mehr …
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Once
von John Carney, Irland 2007, 84 min, OmU
mit Glen Hansard, Markéta IrglováDie Hauptfigur in »Once« ist ein Straßenmusiker, der von der großen Karriere als Profimusiker träumt. Diese Träume scheinen Realität zu werden, als die aus Tschechien stammende Blumenverkäuferin in sein Leben tritt …
Beide teilen die Begeisterung für Musik und kommen sich über diese Gemeinsamkeit näher. So erfahren sie von der Vergangenheit des jeweils anderen und der momentanen Lebenswege. Sie machen gemeinsame musikalische Erlebnisse, und dann trennen sich ihre Wege wieder.
Die Filmmusik wurde größtenteils von Hansard komponiert, jedoch von beiden Hauptdarstellern eingespielt und gesungen; sie wurden 2008 für den Song »Falling Slowly« mit einem Oscar in der Kategorie »Bester Song« ausgezeichnet.
ONCE ist eine urwüchsige und angenehm lakonische Geschichte über Straßenmusiker.
»Ein zauberhafter Troubadour-Film, der ganz ohne Spezialeffekte, Melodramatik oder Styling auskommt, wenn er von seinem einsamen Straßenmusiker in Dublin und der Magie der Musik erzählt.« (sueddeutsche.de)
- Mittwoch, 15.04.2009, 20 Uhr
- Captain Abu Raed mehr …
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Captain Abu Raed
von Amin Matalqa, Jordanien 2007, 103 min
mit Nadim Sawalha, Hussine Al-Souse, Udey Al-Qadise»›Captain Abu Raed‹, ein Film, bei dem sich Amin Matalqa für Drehbuch als auch Regie verantwortlich zeigte, hat den World Cinema Audience Award auf dem Sundance Film Festival gewonnen.
Abu Raed ist bei den Nachbarskindern so etwas wie ein Held. Die Kindern hängen ihm an den Lippen, wenn er ihnen Geschichten aus dem abenteuerlichen Leben als Pilot berichtet. Für die Kinder bedeuten die Stunden, in denen Abu Raed ihnen erzählt, eine Flucht und einen Lichtblick in ihrem sonst eher trostlosen Leben. Doch in Wahrheit ist etwas anders: Abu Raed ist nämlich nur der Hausmeister auf dem Flughafen. Doch was soll's?« (mfa-film.de)
»Mit seinem lebensfrohen und an die Kraft der Fantasie appellierenden Film liefert Autor und Regisseur Amin Matalqa ein bewegendes Kinodebüt ab.
In teilweise wunderschönen Bildkompositionen und Panoramen der jordanischen Hauptstadt Amman findet er in einem einfachen, unaufgeregten Leben die ehrliche Kraft der Träume.
Auch dank des Hauptdarstellers Nadim Sawalha (›Syriana‹) bleibt der Film dabei immer bodenständig und glaubwürdig.« (kino.de)
- Dienstag, 21.04.2009, 20 Uhr, Alhmabra
- Der Mantel (Stummfilm mit Live-Begleitung)
in Kooperation mit dem Cine k und dem subklub mehr … -
Der Mantel
von Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, UdSSR 1926, 78 min, stumm
mit Live-Elektromusik von SpillikinDas Meisterwerk von Kosinzew und Trauberg ist die Gogol-Bearbeitung »Der Mantel« (»Schinel«). Die im expressionistischen Stil gehaltene Verfilmung stilisiert die Personen Gogols zu Exzentrikern: Der kindlich-schüchterne Beamte Akaki Akakiewitsch Bashmatschkin, dem der schwer erworbene Mantel gestohlen wird, gleicht der Schlafwandlerfigur aus »Caligari«, während der Schneider und seine Frau über ein akrobatisches Bewegungsrepertoire verfügen. Die Fotografie des Films wusste alle Vorgänge ins Groteske, Maßlose oder Dämonische zu steigern. Zusammen mit dem Dekor schuf sie eine düster-bedrohliche, traumhafte Atmosphäre.
Gogols »Mantel« in einem Film, der Künstlichkeit so extrem handhabt, als wäre sie eine phantastische Karikatur ihrer selbst. Statt Understatement: Übersteigerung. Statt Dezenz: Es lebe der Ausdruck! Vivat Exzentrik!
Das Duo »Spillikin« aus Sankt-Petersburg ist ein Projekt von zwei jungen russischen Musikern. Ihre Musik ist eine vielseitige Mischung aus Industrial und IDM bis zum Punk, Indie und Grunge. In dem Projekt »GOGOL elektrifiziert« geht das Duo weiter und fügt dem außergewöhnlichen Elektrosound die Energie von Live-Instrumenten und Stimmen hinzu.
Stummfilm im Alhambra in Kooperation mit dem Cine k und dem subklub.
- Mittwoch, 22.04.2009, 20 Uhr, BIS-Saal
- Bombón – el perro (OmU) mehr …
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Bombón – el perro
von Carlos Sorin, Argentinien/Spanien 2004, 97 min, OmU
mit Juan Villegas, Walter Donado, Micol Estévez, Kita Ca, Pascual ConditoAuf den Hund gekommen!
»Ständig trägt er dieses feine Lächeln im Gesicht – selbst wenn er gerade wieder mal nichts verkauft hat. Der Mechaniker Juan hat mit 50 seine Stelle verloren und versucht sich nun tapfer mit dem Verkauf von Messern über Wasser zu halten. Bis sich eines Tages alles ändert, als er das defekte Auto einer Frau repariert. Wie es gutherzigen und etwas naiven Menschen zuweilen passiert, wird er nämlich gleich noch ausgenutzt, um einen geerbten Hund loszuwerden: Als Dank bietet man ihm Bombón an, einen imposanten dogo argentino. Plötzlich sieht Juan eine neue Perspektive, denn das Tier entpuppt sich als Prachtexemplar mit großem Potential für die Zucht.
Erneut ist ein Film des argentinischen Regisseurs Carlos Sorin in der kargen Landschaft Patagoniens angesiedelt. Und wie schon bei ›Historias mínimas‹ besteht bei ›Bombón – el perro‹ das Schauspielerensemble nur aus Laiendarstellern – und einem preisgekrönten Hund.« (cineman.de)
»Ein zuversichtlicher Film, der auf wunderbar altmodische Weise das Herz erwärmt.« (taz.de)
- Mittwoch, 29.04.2009, 20 Uhr
- The Prestige mehr …
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The Prestige
von Christopher Nolan, USA 2006, 128 min
mit Christian Bale, Hugh Jackman, Scarlett Johansson, Piper Perabo»London um 1900. Die befreundeten Zauberkünstler Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale) werden in dem Moment zu Todfeinden, als Borden bei einem gefährlichen Entfesselungstrick durch einen falsch geknüpften Knoten den Tod von Angiers Frau Julia (Piper Perabo) verschuldet.
Von nun an versucht Angier mit aller Macht, Bordens Leben zu zerstören. Ihren Kampf auf Leben und Tod tragen die beiden auf der Bühne aus, und dabei ist ihnen jedes Mittel recht: Sie spionieren einander aus, sabotieren die Tricks des anderen und buhlen gnadenlos um die Gunst des Publikums.
Kaum ein Regisseur versteht es, den Zuschauer so gekonnt an der Nase herumzuführen wie Christopher Nolan. Sein neuer Film ›The Prestige – Die Meister der Magie‹ ist eine bildgewaltige Parabel über das Wesen der Illusion und entlarvt die größte Illusionsmaschine von allen: das Kino selbst.« (spiegel.de)
- Mittwoch, 06.05.2009, 20 Uhr
- Die Kunst des negativen Denkens (OmU) mehr …
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Die Kunst des negativen Denkens
von Brad Breien, Norwegen 2006, 79 min, OmU
mit Fridjov Saheim, Kjersti Holmen, Marian Ottesen, Henrik Mestad»Geirr sitzt seit einem Motorradunfall gelähmt im Rollstuhl. Von Tag zu Tag wird er zynischer und depressiver, raucht endlos viele Joints und sieht Kriegsfilme. Seine Frau Ingvild hält es nicht mehr aus und lädt eine Gruppe positiv denkender Behinderter zu sich ins Haus. Eine letzte Rettung, oder ist eine Scheidung nicht abwendbar?
Geirr gelingt es innerhalb kürzester Zeit, die auf positives Denken getrimmte vierköpfige Truppe, die von der eisernen Therapeutin Tori angeführt wird, auf die Abwege seines negativen Denkens zu führen. Nach wenigen Stunden schon überlegen diese gemeinsam, wer denn von ihnen ›am Schlechtesten dran‹ sei und wollen sich dabei gegenseitig übertrumpfen. Ein fahrbarer Lift im Haus versinnbildlicht die ›Hochs‹ und ›Tiefs‹, die die einzelnen Gruppenmitglieder in dieser Nacht haben.
Tiefschwarze Komödie über eine Gruppe Behinderter.« (arte.tv)
- Mittwoch, 13.05.2009, 20 Uhr
- The Boss of it All mehr …
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The Boss of it All
von Lars von Trier, Dänemark 2006, 100 min, OmU
mit Jens Albinus, Peter Ganzler, Friðrik Þór FriðrikssonDer Schauspieler Kristoffer soll den Boss einer kleinen IT-Firma spielen. Der eigentliche Besitzer Ravn hat bisher alle seine Entscheidungen als Befehle von einem »Boss über Alles« ausgegeben. So blieb er stets in der Gunst seiner Angestellten. Doch Kristoffer neigt zu einer arg übertriebenen Darstellung seiner Rolle und gefährdet so Ravns Pläne …
Der dänische Regisseur Lars von Trier war schon immer einer, der Konventionen brach und Genregrenzen sprengte. So definierte er mit seiner Europa-Trilogie (»The Element of Crime«, »Epidemic«, »Europa«) in den 1980ern die Filmkunst neu und lotete mit seiner Golden-Heart-Trilogie (»Breaking the Waves«, »Idioten«, »Dancer in the Dark«) die Grenzen des Dramas aus. Bevor er mit »Wasington« den dritten Teil seiner mit »Dogville« und »Manderlay« begonnenen Amerika-Trilogie dreht, schiebt er mit »The Boss of it All« eine fiese, kleine Komödie dazwischen. Doch von Trier wäre nicht von Trier, würde er nicht auch diesen Film mit genreuntypischen Stilelementen garnieren.
»[…] eine herrliche Satire auf die Gepflogenheiten und Unarten der IT-Branche mit ihrem monströsem Kauderwelsch und eine Groteske über die kleinen Beziehungsdramen in einer Bürogemeinschaft.« (HR online)
- Mittwoch, 20.05.2009, 20 Uhr
- Die Band von nebenan (OmU) mehr …
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Die Band von nebenan
von Eran Kolirin, Israel/Frankreich 2007, 83 min, OmU
mit Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Saleh BakriEinst, vor nicht allzu langer Zeit, landete eine kleine ägyptische Polizeikapelle in Israel. Doch Bürokratie, Pech oder einfach nur dumme Zufälle ließen sie bereits am Flughafen stranden.
Sie versuchten, sich auf eigene Faust durchzuschlagen, um sich schließlich in einem verlassenen Nest mitten in der israelischen Wüste wiederzufinden.
Eine verlorene Kapelle an einem verlorenen Ort … Und da es in dem trostlosen Städtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Truppe private Quartiere für die Nacht finden. Ganz unvorhergesehen kommen sich Ägypten und Israel durch dieses dumme Missgeschick sehr nah.
»Die Band von nebenan« kreist um die kleinen Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Menschen aus zwei Ländern, die seit langer Zeit eine Nachbarschaft des »kalten Friedens« miteinander pflegen. Eran Kolirin schildert fast schon beiläufig kleine Ereignisse aus einem absurden Alltag &ndash: mit lakonischem Humor, perfektem Timing und schwebender Melancholie. »Die Band von nebenan« ist ein Triumph der Menschlichkeit über alle kulturellen und politischen Differenzen hinweg.
»Der israelische Regisseur Eran Kolirin hat in seinem erstaunlichen Debütfilm alles dafür getan, dass diese Nacht nicht nur für das Polizeiorchester, sondern auch für den Zuschauer zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.« (ARTE)
- Mittwoch, 27.05.2009, 20 Uhr
- Secret Sunshine (OmU) mehr …
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Secret Sunshine
von Lee Chang-Dong, Süd-Korea 2007, 142 min, OmU
mit Cho Yung-Kyu, Song Kang-HoNach dem plötzlichen Tod ihres Mannes zieht Shin-ae zusammen mit ihrem Sohn Jun nach Milyang. Sie möchte ein neues Leben anfangen und eine Klavierschule eröffnen. Doch ihr fällt es schwer, in der ungewohnten Umgebung Fuß zu fassen: Bald schon merkt sie, dass die Nachbarn und Bewohner zwar nett sind, die Normalität der Kleinstadt aber nicht zu ihrem derzeitigen Gefühlszustand passt. Sie fühlt sich einsam und fremd. Einzig Jong-Chan, ein Junggeselle Mitte 30, sucht Kontakt zu ihr und bietet ihr unentwegt seine Hilfe an. Shin-ae ist dankbar für seine tatkräftige Unterstützung, doch der junge Mann scheint in ihr mehr als nur eine gute Bekannte zu suchen. Und dann bricht eine weitere Katastrophe herein …
»Secret Sunshine« ist ein kleines ruhiges Meisterwerk von großer Eindringlichkeit. Der Film zeichnet in ergreifenden Bildern den Verarbeitungsprozess eines von Schicksalsschlägen gebeutelten Menschen: Leere, Wut, Trauer, Resignation und Akzeptanz – alles hat seinen eigenen, logischen Platz innerhalb der Handlung.
Getragen wird das chronologisch gedrehte Drama von der großartigen schauspielerischen Leistung Cho Yung-Kyus, die hierfür 2007 als beste Hauptdarstellerin in Cannes ausgezeichnet wurde.
»Ich spürte, dass Cinemascope eine Möglichkeit ist, eine Geschichte zu erzählen, nicht nur über Dinge, die zu sehen sind, sondern auch über das, was versteckt ist.« (arte.tv)
- Mittwoch, 03.06.2009, 20 Uhr
- Die Tiefseetaucher (OmU) mehr …
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Die Tiefseetaucher
von Wes Anderson, USA 2004, 119 min, OmU
mit Bill Murray, Anjelica Huston, Owen Wilson, Cate Blanchett, Willem DafoeWes Anderson erzählt von Steve Zissou (Bill Murray), dem größten Abenteuerer unter den Tierfilmern und Meeresbiologen. Während der Dreharbeiten am letzten Film, in dem das Team Zissou angeblich den legendären Jaguar-Hai aufspürte, kam es zu einem tödlichen Unfall, bei dem Steves langjähriger Freund und Mentor Esteban verunglückte. Von Selbstzweifeln und Geldnot geplagt, unternimmt Steve seine vielleicht letzte große Expedition, um die Existenz des Jaguar-Hais zu beweisen.
Die skurrile Komödie Wes Andersons schildert die Abenteuer Zissous in der aus seinen weiteren Werken wie »The Royal Tennenbaums« bekannten heiteren Eigentümlichkeit. Mit erzählerischer Offenheit und visuellem Eigensinn gestaltet Anderson seinen Meereskosmos, in dem neben dem ominösem Jaguar-Hai weitere Phantasiewesen (animiert von Henry Selick, »Nightmare Before Christmas«) auf ihre Entdeckung warten. Neben der grandiosen Besetzung besticht auch der Soundtrack mit portugiesischen David-Bowie-Interpretationen von Seu Jorge und Stücken von Johann Sebastian Bach.
»Keine Frage, dass wir es hier mit einer phantastischen Exploitation-Variante von Jacques Cousteau zu tun haben: mit der Welt eines eitlen, sarkastischen, alternden Abenteurers, dessen Filme in weiten Teilen Schummelei sein mögen. Wie ernst jedoch der Film diesen grotesk gewendeten Gegenentwurf nimmt, wie liebevoll er ihn ausarbeitet und jeden Charakter darin immer schon mehr werden lässt als irgendeine (Gegen-)Funktion, zeigen gerade die Bilder, die sich ›Die Tiefseetaucher‹ vom Meer machen.« (Spiegel)
- Freitag, 05.06.2009, 21 Uhr, Open Air, Eintritt 5 Euro, Freigetränk inklusive!
- Burn After Reading mehr …
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Burn After Reading
von Ethan und Joel Coen, USA 2008, 96 min
mit George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Brad Pitt»Burn after reading! – Nach dem Lesen vernichten!« So eigentlich müsste die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox lauten. Doch daran denken die Fitnesstrainerin Linda Litzke und ihr gutaussehender, aber etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer natürlich nicht im Traum, als sie zufällig eine CD mit dem offensichtlich brisanten Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs finden.
Die beiden wittern das ganz große Geschäft mit den geheimen Staatsaffären. Dass aber ausgerechnet die Liebesaffären des sexuell umtriebigen Regierungsbeamten Harry Pfarrer die Erpressungsversuche behindern würden, konnte natürlich niemand ahnen. Schon bald ist den Amateur-Erpressern eine ganze Horde diverser Geheimdienste auf den Fersen. Und dann kommen auch noch die Russen ins Spiel …
Nach ihrem Oscar-prämierten Film »No Country for Old Men« folgt nun der nächste Streich der Brüder Joel und Ethan Coen. Gemeinsam mit einer eindrucksvollen Riege ausgelassen agierender Hollywood-Superstars treiben sie in dieser typisch bissig-satirischen Komödie den Spaß wieder einmal auf die Spitze!
Eintritt 5 Euro, Freigetränk inklusive!
- Mittwoch, 10.06.2009, 20 Uhr
- Wunschfilm
in Kooperation mit dem Schwulenreferat mehr … -
Wunschfilm
Bei diesem Termin sollst du entscheiden, welcher Film bei Gegenlicht gezeigt wird. Wir stellen dir vier Filme – zwei Dokumentationen und zwei Roadmovies – zur Auswahl. Die Publikumsabstimmung findet während des Semesters unter anderem bei unseren Veranstaltungen statt. Der Gewinnerfilm wird bei den Veranstaltungen der Vorwoche, also dem 03. und 05.06.2009 sowie auf dem Flyer bekanntgegeben.
Der Wunschfilm wird in Kooperation mit dem Autonomen Schwulenreferat der Universität Oldenburg präsentiert.
1. Transamerica
von Duncan Tucker, USA 2005, 103 min
Wunderschönes, herzerwärmendes Roadmovie um eines der ungewöhnlichsten Vater-Sohn-Gespanne der Filmgeschichte. Witzig und dramatisch zugleich.
2. The Celluloid Closet
von Robert Epstein, USA 1995, 107 min, OmU
Der Film basiert auf dem Buch des Filmhistorikers Vito Russo. Wie ging/geht Hollywood, die größte mythenbildende Industrie, mit einem Tabu-Thema um?
3. Priscilla – Königin der Wüste
von Stephan Elliott, Australien 1994, 100 min
Auf ihrem schrillen Wüstentrip begegnen die drei Paradiesvögel knarzigen Hinterwäldlern, australischen Ureinwohnern und ihren eigenen Macken, Schwächen und Träumen.
4. The Times of Harvey Milk
von Robert Epstein, USA 1984, 88 Minuten, OmU
Nichts als die Wahrheit, fördert dieser Dokumentar? lm ans Licht. Und dabei ist er spannender, aufrüttelnder gedreht, als es jeder Spiel? lm aus der Retorte sein könnte.
- Mittwoch, 17.06.2009, 20 Uhr, BIS-Saal
- Emmas Glück mehr …
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Emmas Glück
von Sven Taddicken, Deutschland 2006, 99 min
mit Jördis Triebel, Jürgen Vogel, Hinnerk SchönemannDie Schweinezüchterin Emma lebt allein auf dem heruntergekommenen und verschuldeten Hof ihrer Familie. Zu ihren Schweinen hat sie ein besonders liebevolles Verhältnis, was sich sehr eindrücklich beim Schlachten der Tiere äußert. Eines Tages fliegt der todkranke Max mit dem Auto aus der Kurve und landet auf ihrer Wiese. Der Autoverkäufer war auf der Flucht vor seinem Freund und Chef Hans, weil er das gemeinsam erwirtschaftete Schwarzgeld gestohlen hat. Emma kümmert sich um den Bewusstlosen, das Auto und das Geld …
Die Hauptfigur Emma verkörpert eine Art erwachsene Pippi Langstrumpf, die Liebe ersehnt und den Tod kennt. Max wird von ihr in seinen letzten Wochen begleitet. Der Film thematisiert den Umgang mit dem Tod und schneidet auch den Bereich der humanen Sterbehilfe an. »Emmas Glück« basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman der Autorin Claudia Schreiber.
»Jördis Triebel […] verzaubert die Story aufs Unwiderstehlichste.« (Der Spiegel)
- Mittwoch, 24.06.2009, 20 Uhr
- Paris, Paris (OmU) mehr …
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Paris, Paris
von Christophe Barratier, Frankreich 2008, 120 min, OmU
mit Gérard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, Nora Arnezeder, Pierre RichardNach dem Erfolgsfilm »Willkommen bei den Sch'tis« der neue Film mit Kad Merad!
Mitte der 1930er Jahre in Paris. Die Belegschaft des Musiktheaters »Chansonia« kämpft darum, das geschlossene Haus mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen – allen voran die drei Freunde Pigoil (Gérard Jugnot – »Die Kinder des Monsieur Mathieu«), Milou (Clovis Cornillac) und Jacky (Kad Merad).
Als Pigoil das Sorgerecht von seinem Sohn Jojo (Maxence Perrin) entzogen wird, bricht für den arbeitslosen Bühnenarbeiter eine Welt zusammen. Die Show muss zum Erfolg werden, denn nur so hat er eine Chance, seinen Sohn zurückzubekommen. Mit der jungen Sängerin Douce (Nora Arnezeder) finden sie einen echten Star – doch auf Douce hat nicht nur Milou, sondern auch Galapiat, der Obergangster des Viertels, ein Auge geworfen. Nach einem anfänglichen Reinfall holen sich Douce und die Männer des »Chansonia« Hilfe vom legendären Monsieur Radio (Pierre Richard), einem ehemaligen Starkomponisten. Mit seiner Hilfe stellen sie eine Show auf die Beine, wie sie Paris noch nie gesehen hat …
»Die Kraft der Poesie und die Solidarität der kleinen Leute beschwört Regisseur Christopher Barratier in seiner nostalgischen Reise in das Paris der Dreißig[er]jahre. […] In seinem Paris der Proletarier wird heftig gestritten, gesungen und geliebt.« (programmkino.de)
- Mittwoch, 01.07.2009, 20 Uhr
- Waltz with Bashir mehr …
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Waltz with Bashir
von Ari Folman, Israel/Deutschland/Frankreich 2008, 85 min, OmU
Animations-DokumentationEine wilde Hetzjagd – Nacht für Nacht holen sie ihn ein; die Alpträume aus dem Libanonkrieg 1982. Ein Kriegskamerad erzählte dem israelischen Regisseur Ari Folman von diesen Träumen. Der begann über den Krieg zu recherchieren und begab sich auf eine Reise tief in seine eigene verdrängte Vergangenheit.
Folman erzählt von der Kriegserfahrung in grellen, absurd komischen Bildern. Er selbst war 19, als er mit der israelischen Armee gegen die PLO in den Libanon einmarschierte. Als er zurück kam, war er ein gebrochener Mann.
–Krieg ist eine völlig surreale Erfahrung. Im normalen Leben fällt man ja jeden Tag hunderte von Entscheidungen. Aber als Soldat steht man in der Früh auf und hat den ganzen Tag keine einzige Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig aber ist dein Leben jeden Tag in Gefahr und du hast keinerlei Kontrolle darüber.– (Ari Folman)
»Bilder wie in Folmans Film hat man noch nie gesehen.« (ARD)
»›Waltz with Bashir‹ ist aufregend, bewegend, allseitig klug.« (Der Tagesspiegel)
»Eine neuartige Form der Kriegs-Doku, die sowohl visuell fasziniert als auch emotional aufrüttelt.
(Spiegel online) - Mittwoch, 08.07.2009, 20 Uhr
- Manche mögen's heiß mehr …
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Manche mögen's heiß
von Billy Wilder, USA 1959, 120 min
mit Tony Curtis, Jack Lemmon, Marilyn Monroe und Joe E. BrownEine Komödie, die in der Ära der Prohibition spielt. Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) spielen Musiker, die Zeugen des »Saint Valentine's Day Massacre« werden. Um den Gangstern zu entkommen, verkleiden sie sich als Frauen und schließen sich einer Frauenband an. Marilyn Monroe und Joe E. Brown spielen ihre etwas verwirrten Liebespartner.
Curtis demonstriert eine parodistische Gabe mit einer Imitation von Cary Grant (welches er Jahre später weiter machte), und Lemmon ist dämonisch witzig – er gibt sich wirklich der Frauenkleidung hin und fängt an, sich als sexy Mädchen zu sehen. Monroe bietet, was man für ihre charakteristischste Darstellung halten kann; sie ist sowohl charmant als auch beschämend. Brown ist genial, wie im Max-Reinhardt-Film »Ein Sommernachtstraum« Jahre zuvor, wo er viele zum Lachen und Weinen brachte.
»Jack Lemmon und Tony Curtis hinterlassen in Pumps und stark erhöhtem Hormonspiegel einen unauslöschlichen Eindruck. Allein für diese unglaublich witzige und originelle Komödie hat Billy Wilder ein Denkmal verdient. Oscars gab's für das Meisterwerk natürlich auch. Dazu kommt die Erkenntnis, dass Marilyn Monroe keine Hauptrolle braucht, um einen Film ihren Stempel aufzudrücken.« (filmreporter.de)
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