Herzlich willkommen!
Das studentische Kino Gegenlicht bietet dir jeden Mittwoch unterhaltsames Kino der besonderen Art. Die Veranstaltungen finden in der Aula (Gebäude A11, siehe Lageplan) statt, der Eintritt beträgt meist 3 Euro – auch für Nichtstudenten. Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Programm Sommersemester 2012
- Mittwoch, 18.04.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Der Gott des Gemetzels
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Der Gott des Gemetzels
von Roman Polanski, Frankreich/Polen/Deutschland 2011, 79 min, OmU
mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly
Auf einem Spielplatz in Brooklyn prügeln sich zwei elfjährige Jungs, wobei einer dem anderen mit einem Stock ins Gesicht schlägt und dieser zwei Zähne verliert.
Die Eltern des Schlägers, Nancy und Alan, besuchen – mit vernünftigen Absichten – die Eltern des Verletzten, Penelope und Michael, um sich für das Verhalten ihres Sohnes zu entschuldigen und den Vorfall zu klären. Als Nancy und Alan nach einem friedlichen Austausch schon fast aus der Tür sind, lassen sie sich doch noch zu einem Kaffee überreden. Ausgehend von der Uneinigkeit über das Verhalten ihrer Söhne, gerät das Quartett aneinander. Die Fassade der Höflichkeit und Zivilisiertheit droht zu zerbröckeln, die Gemüter erhitzen sich immer weiter. In der Auseinandersetzung, voller Widersprüche und grotesker Vorurteile, geht es schnell um ganz andere Dinge.
Die Erwachsenen geraten aus der Fassung, die Fronten werden immer wieder gewechselt, und als Alkohol ins Spiel kommt, gerät die Situation völlig außer Kontrolle …
Der Gott Des Gemetzels ist die Verfilmung des Vier-Personen-Theaterstücks der französischen Dramatikerin Yasmina Rezamit, die zusammen mit dem Meisterregisseur Roman Polanski das Drehbuch erarbeitete. Das Kammerspiel mit prominenter und beeindruckender Besetzung strotzt vor wortgewaltigen und mächtigen Dialogen, Situationskomik und wirft einem scharfsinnigen Blick auf vier Charaktere und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen.
Vorfilm:
Eine Mittelstandsehe
von Fernando León, Mexiko 1995, 3 min - Mittwoch, 25.04.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
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Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
von Adam Elliot, Australien 2009, 96 min, OmU
Knet-Animations Film
Mary lebt in einem kleinen Dorf in Australien, Max hingegen wohnt in New York. Beide trennen nicht nur viele Kilometer, sondern auch einige Jahre. Doch dann ist es Max’ Adresse, die Mary zufällig in die Hände fällt, und von da an sind sie gemeinsam einsam. Die Knetmasse-Figuren sind auf eine liebevolle Weise gestaltet und mit
vielen Geschichten sowie verrückten Einzelheiten gespickt, so dass es einen in den Bann zieht. So ist zum Beispiel Marys Vater in einer Firma beschäftigt, die Stoffbänder an Teebeuten befestigt, und Max geht fest davon aus, dass Babys aus Eiern schlüpfen die von Rabbis ausgebrütet werden.
Spätestens wenn die Erzählstimme davon berichtet, dass Mary und Max sich viel zu geben haben, hat man längst vergessen, dass es „nur“ Knetfiguren sind, die einander Briefe schreiben; und ehe man sich versieht wird man in Momente großer Traurigkeit und stillen Glücks versetzt. Die niedliche an den Stil der berühmten Aardman-Animations-Studios (Wallace & Gromit) erinnernde – Knetoptik stellt der in melancholisches Braun getauchten Welt von Mary das von Max bewohnte, depressiv-graue New York gegenüber.
„[Die] tragikomische Geschichte [der Hauptfiguren] ist zugleich herzzerreißend traurig und herzerwärmend rührend, und man kann sich nur wundern, wie sehr man mit ihnen fühlt, leidet und lacht. Obwohl sie doch nur Klumpen aus Knete sind.“ (sueddeutsche.de)
Vorfilm:
Harvey Krumpet
von Adam Elliot, Australien 2003, 22 min - Mittwoch, 02.05.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Onkel Addi - Gib dem Führer Saures
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Onkel Addi - Gib dem Führer Saures
von Franco Castellano und Giuseppe Moccia, Italien 1978, 94 min
mit Adriano Celentano und Adriano Celentano
Absoluter „Nazi-Trash“! Herman und sein Bruder Gustav stehen auf zwei völlig unterschiedlichen politischen Seiten: Der eine arbeitet für die SS und steht voll hinter dem Hitler-Regime, der andere ist ein absoluter Gegner des Nationalsozialismus und unternimmt immer wieder erfolglose Anschläge auf Hitler. Ihren Kampf um die Familienehre tragen sie im Russischen Roulette aus …
Onkel Addi erzählt das Leben von Adolf Hitler in Episodenform nach. Von der Kindheit über die frühen Jahre in Wien und München, den Aufstieg seiner Partei NSDAP sowie den Beginn des Krieges, bis hin zum Untergang und seinem Tod werden die wichtigsten Lebensstationen Hitlers filmisch dargestellt sowie durch Interviews mit Zeitzeugen untermauert.
Selbstverständlich ist der Film politisch derbe inkorrekt! Hier wird überhaupt keine Rücksicht genommen, es gibt Witze über alles und jeden, ohne Rücksicht auf Verluste oder Gefühle. Wer bei Hitlerwitzen also rot sieht, sollte sich lieber zu Hause vor die heimische Glotze setzen!
Angeblich gibt es in Deutschland keine offizielle 35mm-Vorführkopie des Films mehr, aber die Gegenlichter haben es geschafft, diesen fast vergessenen Film im Kinoformat aufzutreiben.
Vorfilm:
Schwarzfahrer
von Pepe Danquart, Deutschland 1992, 12 min - Mittwoch, 09.05.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Delicatessen
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Delicatessen
von Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro, Frankreich 1991, 99 min
mit Dominique Pinon, Marie-Laure Dougnac, Jean-Claude Dreyfuss und Karin Viard
Frankreich, irgendwann in den 1950er Jahren nach einer globalen Katastrophe – es herrscht Nahrungsmangel, doch Not macht erfinderisch: Ein Metzger in einem düsteren, alten Mietshaus hat eine mörderische Geschäftsidee. Clapet lockt Fremde mit einer Stellenausschreibung ins Haus, lässt sie für kurze Zeit als Hausmeister arbeiten, um sie dann zu schlachten und das Fleisch an die hungernden Hausbewohner zu verkaufen.
Eines Tages taucht Louison, einstiger Zirkusclown, auf und bewirbt sich beim Metzger, der vor allem von seinen Fettpölsterchen angetan ist. Louisons Todesurteil ist gefällt.
Doch ausgerechnet die Metzgerstochter Julie verliebt sich in den Neuankömmling und tut mit Hilfe einer vegetarischen Rebellengruppe alles dafür, Louisons Leben zu retten.
Das Spielfilmdebüt der beiden Regisseure ist eine rabenschwarze Komödie mit einer skurrilen Handlung, bizarrer Kulisse und verschrobenen, seltsamen Charakteren. Genau wie die nachfolgenden Filme Die staDt Der verlorenen kinDer und Die FaBelhaFte Welt Der amélie ist das Schauermärchen voller Liebe zum Detail, schwarzem Humor und Fantasy.
„Die makabre Ausgangsidee beschreibt eine marode Welt, in der alle zivilisatorischen Werte hintangestellt sind, und fächert sich in zahlreiche Episoden voller ausufernder Einfälle zwischen Surrealismus, Slapstick und Comic Strip auf; faszinierend und sehenswert ist der Film vor allem dann, wenn sich die Fabel zugunsten von Bewegungen, Tönen, Farben und Ideen in einem eigenwilligen Erzählrhythmus aulöst.“ (Lexikon des internationalen Films)
Vorfilm:
Die Wurstverkäuferin
von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus, D/CH 2001, 21 min - Mittwoch, 16.05.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Überraschungsfilm
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Überraschungsfilm
In vergangenen Semestern war der Überraschungsfilm bereits einige Male Bestandteil unseres Programms, so auch dieses Sommersemester.
>+Freigetränk<Wir überraschten bereits mit La Antena, einem argentinischen Film, Micropolis, in dem Millionen Termiten die Hauptrolle spielten und im darauffolgenden Semester mit The Cove, dem Dokumentarfilm über den Massenmord an Delphinen.
Also, lass dich auch dieses Mal wieder überraschen und besuche unseren Überraschungsfilm am 16. Mai. Als Belohnung für dein Vertrauen in uns und unseren Filmgeschmack erhältst du übrigens ein Freigetränk!
Vorfilm:
Überraschungsvorfilm - Mittwoch, 23.05.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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The Green Wave
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The Green Wave
von Ali Samadi Ahadi, Deutschland 2010, 80 Minuten, teilweise OmU
Navid Akhavan, Payam Akhavan, Shirin Ebadi, Pegah Ferydoni
Grün, die Farbe der Hoffnung und Zuversicht – 2009 wurde sie zum Zeichen der Revolution im Iran. Fahnen, Armbänder, Mützen und Kopftücher waren zu der Zeit grün und wurden als Ausdruck für die Forderung nach demokratischen Rechten. Bis heute steht das Grün für die iranische Revolution.
Zwei fiktive Charaktere, die Studentin Azadeh und der junge Kaveh, erzählen die Geschichte des Volksaufstands im Iran. Die ProtagonistInnen nehmen an der Kundgebung von Mir Hossein Mussawi, dem Kandidaten für das Amt des iranischen Präsidenten und Herausforderer des Amtsinhabers Mahmud Ahmadinedschad teil. Viele junge IranerInnen unterstützen den politischen Hoffnungsträger, der für Reformen steht. Doch wegen Wahlbetrugs gewinnt der religiös-konservative Gegner Ahmadinedschad. Daraufhin beginnen die gewaltfreien Protestaktionen der AktivistInnen gegen diese Manipulation und den Präsidenten. Die demonstrierenden RegierungskritikerInnen gehen auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren, und bekommen dafür die eiserne Faust des autoritären Regimes von Mahmud Ahmadinedschad zu spüren. Auf brutale Weise wird gegen diejenigen vorgegangen, die sich für Menschen- und Bürgerrechte einsetzen.
Ali Samadi Ahadi verwendet für seine Dokumentation Originalaufnahmen und animierte Comics und untermauert jene mit zahlreichen AugenzeugInnenberichten und Blogeinträgen von TeilnehmerInnen der Proteste und Opfern der Polizeigewalt. Diese Art der Darstellung zeigt die grausamen Geschehnisse mit einer eindringlichen Intensität, die dem Publikum die Realität vor Augen führt.
Vorfilm:
Das grüne Schaf
von Carsten Strauch, Deutschland 2008, 4 min - Mittwoch, 30.05.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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King Kong
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King Kong
von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack, USA 1933, 105 Minuten, OmU
mit Fray Wray, Robert Armstrong, Bruce Cabott
Robert Armstrong spielt Carl Denham, einen Filmregisseur, der auf Urwald-Bilder spezialisiert ist. Gerade bevor er an einer höchst mysteriösen Expedition für seinen neuen Film teilnimmt, sucht er eine Schauspielerin, die als Angebetete mitspielt; er braucht jemanden, der verzweifelt genug ist, um sich zu verpflichten, ohne Fragen zu stellen, und entdeckt Ann Darrow (Fay Wray), eine Waise. Sie ist arbeitslos, hungernd und bereit für alles.
Auf der Reise verliebt sie sich in Jack (Bruce Cabott), den ersten Offizier auf dem Expeditionsschiff. Die Reise führt nach Skull Island, wo die Ureinwohner Ann als Opfer für King Kong, eine Affenkreatur, die auf der Insel haust, anbieten. Kong entführt sie und bringt sie tief in den Dschungel. Denham, Jack und die Crew brechen auf, um sie zu retten. Auf den Weg begegnen sie Dinosauriern, die durch die Stop-Motion-Animation von Willis O’Brien zum Leben erweckt werden.
King Kong erzeugt mit magischen, urzeitlichen Bildern und eine Fabel-Atmosphäre wie bei Gustav Doré. 1933 ein Pionier der früheren Hollywood Filme, ist King Kong gekennzeichnet durch die Musikpartitur von Max Steiner, die teils während langen, dialoglosen Passagen spielt. Steiner experimentierte mit damals neuer Filmmusik-Technik, wie die Anwendung von Leitmotiven, und erschuf etwas noch nie dagewesenes.
1991 wurde der Film von der Amerikanischen Library of Congress als „kulturell, historisch und ästhetisch signifikant“ angesehen und im National Film Register für die Präservierung ausgewählt. Der Film wurde bis jetzt zweimal neuverilmt: 1976 von John Guillermin und 2005 von Peter Jackson.
Vorfilm:
Off Season
von Jonathan van Tulleken, Großbritannien 2009, 13 min - Mittwoch, 06.06.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Kubanische Filmnacht: Viva Cuba
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Kubanische Filmnacht: Viva Cuba
von Juan Carlos Cremata Malberti, Kuba 2005, 80 min, OmU
mit Jorgito Milo Avila und Malú Tarrau Broche
Fast wie bei Romeo und Julia: Obwohl ihre Familien konträren politischen Lagern entstammen, verbindet die beiden in Havanna lebenden Kinder Malú und Jorgito eine tiefe Freundschaft. Doch diese Freundschaft ist gefährdet, denn nach dem Tod der Großmutter plant Malús alleinerziehende Mutter, zusammen mit ihr aus Kuba auszuwandern. Was noch fehlt, ist das schriftliche Einverständnis von Malús Vater, der am anderen Ende der Insel wohnt. Um ihn davon abzuhalten, das Dokument zu unterzeichnen, packen die beiden Kinder heimlich ihre Sachen und ihr weniges Geld und begeben sich auf den Weg zu ihm. Eine abenteuerliche, von vielen neuen Erfahrungen geprägte Reise quer durch Kuba erwartet sie … Märchenhaftes Roadmovie das einen ungewöhnlichen Blick auf die Insel bietet.
„Nicht nur für die jüngeren Zuschauer interessanter Film, in dem zwei Kinder eine Odyssee durch Kuba unternehmen, im Laufe derer Regisseur Juan Carlos Cremeta Malberti (naDa) mit ungewöhnlichen Ansichten einen Einblick in das Leben auf der Insel bietet. Die neo-realistische Grundstimmung wird durch fantastische Elemente bereichert, doch der eigentliche Glücksfall für den Film sind die beiden jungen Darsteller Jorgito Milo Avila und Malú Tarrau Broche, die durch ihr erfrischendes Spiel begeistern.“ (Video.de)
Im Rahmenprogramm der Filmnacht gibt es kubanische Kurzfilme, Live-Musik und ein kubanisches Buffet. Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft der Republik Kuba, vertreten durch Kulturattaché Ing. Héctor Corch Morales.
Diverse kubanische Kurzfilme
- Mittwoch, 13.06.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Ten Skies
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Ten Skies
von James Benning, USA 2004, 101 min
ten skies vom US-amerikanischen Avantgarde-Filmemacher James Benning ist das Gegenstück zu seinem im selben Jahr entstandenen Werk 13 lakes, das im Sommersemester 2008 beim Gegenlicht lief. Auf den ersten Blick dem Publikum einiges abverlangend, bietet ten skies eine Erfahrung, der man sich einfach hingeben sollte und die in vollkommenem Kontrast zum von Stress und Hektik geprägten Alltag steht. Ein Film, den man bis ans Lebensende nicht vergessen wird!
„Eines der größten Werke dieses einzigartigen Filmemachers und zugleich eines seiner minimalistischsten: zehn Einstellungen vom Himmel, jede mit einer Dauer von zehn Minuten. Die Erfahrung, diesen Film zu sehen – und zu hören –, ist sagenhaft reichhaltig und intensiv. Die Himmelslandschaften sind voller Leben und verändern sich mit Lichtgeschwindigkeit. Unter Rückgriff auf zehn Kurzgeschichten, die ‚insinuiert‘, an keiner Stelle jedoch ‚erklärt‘ werden, schafft die Tonspur einen gleichermaßen reichen Erzählraum. Ein Meisterwerk.“ (Alexander Horwath)
„Ich habe fünfzig Jahre gebraucht, um den Himmel auf diese Weise zu betrachten! Ich nenne das ‚found paintings‘. Meine Landschaftsarbeiten erscheinen mir heute als Antikriegs-Kunstwerke – es geht in ihnen um die Antithese zum Krieg, um jene Art von Schönheit, die wir zerstören. Die Aufnahmen zu ten skies entstanden aus meinem Nachdenken darüber, was wohl das Gegenteil des Krieges wäre.“ (James Benning)
Vorfilm:
sat.land
von Martin Heckmann, Deutschland 2006, 11 min - Mittwoch, 20.06.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Louise Hires a Contract Killer
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Louise Hires a Contract Killer
Benoît Delépine, Frankreich 2008, 95 min, OmU
mit Yolande Moreau, Bouli Lanners, und Benoît Poelvoorde
Gespickt mit makabren Witzen und politischer Unkorrektheit haben die belgischen Filmemacher eine Mischung aus Gesellschaftsdrama und bitterböser Komödie geschaffen, in der die Hauptdarstellerin Yolande Moreau durch ihre brillante schauspielerische Leistung hervorsticht.
In einer französischen Textilfabrik stellt die Chefetage, im Unwissen von Gustave de Kervern und der Arbeiterinnen, plötzlich die Produktion ein. Louise und ihre Kolleginnen planen einen Racheakt. Sie legen ihre kaum nennenswerten Abfindungen zusammen, um den Chef umlegen zu lassen. Louise wird beauftragt, einen Profikiller zu engagieren, doch der ist schwieriger zu finden, als man denkt.
Sie heuert Michel an, einen angeblichen Auftragsmörder, der (eigentlich nur ein Waffennarr ist und) nicht den Mumm hat zu töten, sondern (nur) das Geld will.
Louise muss es selbst in die Hand nehmen und reist mit ihrer neuen Bekanntschaft Michel durch Europa, um den Chef ausindig zu machen und sich endlich zu rächen.
Nicht nur die absurde Handlung machen den Film zu einem Muss, sondern auch der groteske Humor, die aktuelle Gesellschaftskritik und die seltsamen am Leben scheiternden Charaktere.
„Sehr, sehr böse, schwarze Komödie, radikal, kompromisslos, anarchisch bis zuletzt. Nach dem Abspann sitzen bleiben!“ (Cinefacts.de)
„Für wenig Geld realisierte Farce – brutal, absurd und ziemlich witzig!“ (Kulturspiegel)
Vorfilm:
Omnibus
von Sam Karman, Frankreich 1992, 8 min - Mittwoch, 27.06.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Re-Animator
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Re-Animator
von Stuart Gordon, USA 1985, 86 Minuten, OV
mit Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Barbara Crampton, David Gale
„Herbert West hat einen sehr guten Kopf auf seinen Schultern … und einen anderen in einer Schüssel auf seinem Tisch.“ – Slogan auf dem Kino Poster. Re-Animator, der erste Film von Horror-Regisseur Stuart Gordon (From BeyonD, Dolls), basiert auf einer Reihe von sechs Kurzgeschichten, die 1922 von Horror-Autor H. P. Lovecraft (Berge des Wahnsinns, Dagon, Der Fall Charles, Dexter Ward) veröffentlicht wurden. Gordon ist einer der Gründer des in Chicago ansässigen Organic Theatre.Die Schauspieler, die er für seinen ersten Kinostreifen ausgesucht hat, spielen mit einer coolen Gelassenheit.
>FSK 18<Jeffrey Combs spielt Dr. Herbert West, einen Medizin-Studenten, der ein fluoreszierendes, grün-gelbes Serum erschaffen hat, welches die Toten zu grässlichen, unvorhersehbaren Aktivitäten restauriert. Bruce Abbott spielt seinen Mitstudenten und Mitbewohner, Dan Cain, dessen Katze, Rufus, zu den ersten Opfern von West gehört.Beide studieren an der Miskatonic-Universität, welche von Dekan Alan Halsey geleitet wird. Barbara Crampton spielt dessen Tochter Megan, die Freundin von Dan Cain. David Gale ist der lüsterne Dr. Carl Hill, der ein Auge auf sie geworfen hat.
Es dauert nicht lange, bis die beiden Studierenden in die Leichenhalle der Universität einbrechen, um das Serum an den verstorbenen Patienten auszuprobieren. Dr. Hill, der seine Ideen alle von Dr. Gruber, Wests verstorbenen Mentor, geklaut hat, plant das Serum ebenfalls zu stehlen und als sein eigenes Werk zu verkaufen.
Der Film gilt als Kult; ein albern-makaberer Klassiker – je blutiger der wird, desto witziger. Die anfeuernde Musik von Richard Band ähnelt stellenweise Bernard Herrmanns Musik für Alfred Hitchcocks Psycho.
Vorfilm:
I Love Sarah Jane
von Spence Susser, Australien 2008, 14 min - Mittwoch, 04.07.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Anak-Anak Srikandi
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Anak-Anak Srikandi
Indonesien/Deutschland 2012, 80 min, OmeU
Srikandi ist eine Figur des indischen Mahabharata, die ihre Geschlechtsidentität ändert, um als Frau gleichberechtigt unter Männern zu leben und zu kämpfen. Sie ist das Leitbild für acht sehr persönliche Blicke auf lesbisches, bisexuelles und transidentisches Leben im islamisch geprägten Indonesien.
> In Kooperation
mit dem Feministischen Referat
der Uni Oldenburg. <Entstanden als kollektives Filmprojekt, vom persönlichen Essay bis zur radikalen, konzeptuellen Auseinandersetzung mit queerer Politik, ist es eine vom Children of Srikandi Collective, selbstbewusste Standortbestimmung, in der eine Generation von Frauen ihre Stimme findet. Politik und Identität, die Suche nach Ersatzfamilien, die Angst vor Gewalt auch unter Lesben, die Ausgrenzung von Minderheiten und das selbstverordnete Schweigen sind ebenso Themen wie die bewusste Ablehnung von Labels für das eigene Leben und das persönliche Verhältnis zur Religion und zum Kopftuch.
Der Film greift lokale Erzählformen auf und zeigt, dass es in Indonesien auch einheimische Vorbilder für starke Frauen und alternative Geschlechtsidentitäten gibt. Ein javanisches Schattenspiel verbindet und verwebt die verschiedenen Geschichten der Charaktere miteinander, wodurch Anak-Anak Srikandi über einen klassischen Episodenfilm hinausgeht.
Der Kollektivfilm entstand im Rahmen eines Workshops, den die Berliner Filmemacherin Angelika Levi im Sommer 2010 in Jakarta durchgeführt hat. Die meisten der teilnehmenden Frauen kannten sich vor dem Workshop noch nicht. Angelika Levi wird bei der Veranstaltung anwesend sein und für Publikumsfragen zur Verfügung stehen.
Vorfilm:
Femme
von Donald Kraemer, Deutschland 1996, 5 min - Freitag, 13.07.2012, Einlass ab 21 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 5 Euro
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Wayne's World >Open Air<
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Wayne's World >Open Air<
von Penelope Spheeris, USA 1992, 90 min
mit Mike Myers, Dana Carvey, Rob Lowe und Tia Carrere
„Wayne’s World! Wayne’s World! Party time! Excellent!” Vor zwanzig Jahren, am 2. Juli 1992, kam die Kult-Komödie um Wayne und Garth in die deutschen Kinos. Grund genug, ihr zum Jubiläum zu huldigen – „We’re not worthy! We’re not worthy!“ – und das Ganze mit guter Musik und Grillen als Open-Air-Veranstaltung zu feiern.
>Open Air<
Worum geht’s? Die beiden Heavy-Metal-Fans Wayne Campbell und Garth Algar produzieren im Keller von Waynes Eltern mit viel Herzblut eine chao-tische Fernsehshow. Als sie vom durchtriebenen Produzenten Benjamin Kane entdeckt und unter Vertrag genommen werden, scheint einer großen Karriere nichts mehr im Wege zu stehen. Doch allmählich dämmert es Wayne, dass im Zuge der Professionalisierung der Show deren ursprünglicher Charme auf der Strecke bleibt. Zudem zeigt Kane Interesse an seiner Freundin, der Rockmusikerin Cassandra. Und so setzt Wayne alle Hebel in Bewegung, um Cassandras musikalische Karriere zu fördern und sie so zurückzugewinnen …
„Eine laute, nicht sehr subtile Musikkomödie und weitgehend vergnügliche parodistische Liebeserklärung an ein rock-musikalisches Dauerphänomen und sein Publikum.“ (Lexikon des internationalen Films)
„[…] 1,9 Mio. Kinozuschauer lassen nur ein Urteil zu: Schwing!“ (Video.de)
Open Air auf der Wiese zwischen A7 und A10. Einlass ab 21 Uhr, Filmstart bei ausreichender Dunkelheit. Bitte Decken, Matten, Luftmatratzen etc. mitbringen. Bei schlechtem Wetter Regenzeug vergessen … nicht!
Vorfilm:
Your Face
von Bill Plympton, USA 1987, 3 min - Mittwoch, 18.07.2012, 20 Uhr • Aula (A11) • Eintritt 3 Euro
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Jonas — Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin!
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Jonas — Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin!
von Robert Wilde, Deutschland 2011, 80 min
mit Christian Ulmen
Der 18-jährige Jonas, hervorragend gespielt von Christian Ulmen, ist mehrmals sitzen geblieben und noch ohne Schulabschluss. An der Gesamtschule Paul-Dessau in Brandenburg bekommt er noch eine letzte Chance, seinen Realschulabschluss mit „echten“ SchülerInnen und „echten“ LehrerInnen zu machen. Er muss nur die sechswöchige Probezeit überstehen und unter Beweis stellen, dass er es wirklich schaffen will. Jonas wird schnell daran erinnert, wie schwer Schule ist. Neue FreundInnen an der Schule müssen erst gefunden werden, die LehrerInnen erwarten viel und das Lernen fällt ihm nicht leicht.
Durch seine selbstgegründete Schulband knüpft er Kontakte und kann sich vor dem stressigen Schulalltag verstecken. Doch sehen die LehrerInnen diese Ablenkung nicht gerne, lieber sollte er für Mathe büffeln, denn da sieht es gar nicht gut für ihn aus.
Jonas fordert seine LehrerInnen heraus, verliebt sich in die Musiklehrerin, macht ihr den Hof, wirbelt seine Klasse auf und sorgt für viel Durcheinander an der Schule.
„Jonas“ ist eine Kunstfigur im realen Raum. Christian Ulmen gelingt es hervorragend in die Rolle eines 18-jährigen Schülers zu schlüpfen und brilliert, wie so oft, mit seinem improvisierten Schauspiel. Der experimentelle Film ist teils Komödie, teils Dokumentation, die Grenzen des Reallen und Fiktiven verwischen, der Zuschauer wird zurückversetzt in das Leben eines Schülers. Ein sehenswertes, humorvolles und interessantes Projekt!
Vorfilm:
The Centrifuge Brain Project
von Till Nowak, Deutschland 2011, 7 min
Lageplan
Die Nutzung des Parkhauses können wir nicht empfehlen, da das Ende unserer Vorstellungen häufig nach der Schließung des Parkhauses liegt.
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