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GEGENLICHT - das steht für Kinokultur an der C.v.O. Universität Oldenburg. Die unabhängige Filmgruppe, die vom AStA getragen wird (die Jahresbilanz ist ausgeglichen bis positiv), ist inhaltlich frei und nur den Prinzipien verpflichtet, die sie sich selbst auferlegt hat - und die haben sich seit den Anfängen 1974/75 kaum geändert: Uns geht es um ein vielseitiges Programm, das sich vor allem Filmen annimmt, die uns filmgeschichtlich, ästhetisch oder zeigenswert erscheinen und möglicherweise in Oldenburg selten auf der Leinwand zu sehen sind.
Eine Garantie hierfür sind unsere selbstauferlegten Sparten, an denen sich unser Programm orientiert, und die vom Dokumentarfilm über den Klassiker zu No-/Low-Budget-Film reichen. Dabei sollen auch Spaß und Genuß nicht zu kurz kommen. Im Sommersemester 1996 versuchten wir das erste Mal, eine Open Air-Veranstaltung zu organisieren. Leider kam uns die Natur in die Quere, so daß die Easy Rider-Motorräder doch in die Aula fahren mußten.
Seit 1995 beteiligen wir uns mit wechselndem Glück an den Oldenburger Filmtagen und öffnen die Aula an vier weiteren Tagen für die breite Öffentlichkeit. Allerdings zeigen wir hier ebenso nur Filme, die keine offenen oder verdeckten rassistischen, faschistischen oder sexistischen Tendenzen enthalten - auch das hat sich seit über 20 Jahren nicht geändert.
Damals waren es 16mm Streifen, die die Aula zum Kinosaal verwandelten. Erst 1993/94 gelang es nach 2jähriger Pause einer völlig neuen Handvoll StudentInnen, die Kinotradition wiederaufzunehmen - diesmal in 35mm-Qualität, was zur Neubenennung in AStA-Lichtspiele führte. Zwei Vorführer, Karl-Heinz Wempe und Alfred Hein, beide selbst schon ein Stück Oldenburger Kinogeschichte, standen und stehen uns dabei zur Seite.
Seit 1995 bieten wir unserem Publikum ohne Erhöhung des Eintrittspreises einen Kurzfilm vor dem Hauptfilm auf 35mm Qualität. Einzelne Events, unsere Weihnachtsvorstellung mit Glühwein, Weihnachtsmann und Verlosung, die Stummfilmreihe mit Live-Musikbegleitung und ein geplanter Kurzfilmabend an einem gesonderten Termin stehen ebenso für unsere Freude an und Bemühen um Kinokultur, wie die jeweils passend zum Hauptfilm ausgewählte Musik, mit der wir unser Publikum vor der Vorstellung im Saal bei sanft gedämpften Licht empfangen.
Alles in allem ein Grund, den Namen AStA-Lichtspiele beizubehalten. Dennoch erfolgte im Frühjahr 1996 eine Umbenennung, die die Unabhängigkeit unserer Arbeit vom jeweiligen AStA verdeutlichen sollte. Darüber hinaus versuchen wir über öffentliche Werbung auch Kinofreunde außerhalb der Universität anzusprechen, wozu auch die Vielfalt unseres Programmes beitragen mag. Am Ende eines jeden Semesters gibt es mit dem Zuschauerwunschfilm ein Dankeschön an unser treues Publikum, das wir am Anfang des folgenden Semesters wieder in die Traumwelt Kino entführen möchten.
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